Im neuen Heft der Zeitschrift

 "Liebes Land"

können Sie nachlesen, was das Magazin

 so über Tyll zu berichten hat.





















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Zudem erhalten Sie über
 Tyll Eulenspiegel auch
 Schlaf- und Schlummerlieder
wie sie im Heft vorgestellt werden. Eine Auswahl können Sie sich auf der Seite" Bücher und mehr"ansehen und bestellen. Bitte mail an: tyll-eulenspiegel@web.de       oder 02486/801049





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Hier solllte eigentlich der Text der Kölnischen Rundschau stehen, der mir freundlicherweiser zur Verfügung gestellt wurde.
Jedoch hat der Technikteufel zugeschlagen, ich bin bemüht, den fehlenden Text nachzuliefern. Das Foto ist urheberrechtlich geschützt

 

 
























Kölner Stadtanzeiger 14.11.2009:

Literatur
Ein Eldorado für alle Märchenfreunde

Von Bernhard Romanowski, 13.11.09, 16:29h, aktualisiert 13.11.09, 16:55h
Brigitta Brand eröffnet in Nettersheim ein Märchenhaus. Mit dem Buchladen „Tyll Eulenspiegel“, der zuvor in Groß-Vernich ansässig war, versucht sie in der Eifel einen neuen Start.
Tyll Eulenspiegel




Nettersheim - Nettersheim. „Das soll ein Geheimtipp für alle Märchenfreunde und Buchliebhaber werden“, gab Brigitta Brand einen Vorgeschmack auf das kommende Wochenende ab. Mit einem bunten Programm am Samstag und Sonntag, 14. / 15. November, wird dann der neue Buchladen „Tyll Eulenspiegel“ mit Literatur für Kinder und jung gebliebene Erwachsene an der Steinfelder Straße eröffnet. In den Laden integriert, gibt es künftig in Nettersheim auch ein „Märchenhaus“.

Neben den Verkaufsbüchern hat Brand rund 700 alte Märchenbücher, die sie den Kunden allerdings nicht verkauft oder ausleiht. Sie können nur vor Ort genutzt werden. „Ich lade deshalb alle zum Stöbern ein“, so die gelernte Buchhändlerin. Sie will dazu auch Tee in ihrem neuen Ladens anbieten. Die Menschen, so Brand weiter, sollen eine gute Atmosphäre vorfinden und möglichst miteinander ins Gespräch kommen.
Bemalte Seidentücher

Auch an verschiedene literarische Veranstaltungen hat sie bereits gedacht. So könnten etwa Lesungen mit Krimiautor Ralf Kramp für Kinder im Märchenhaus stattfinden. Auch ihre eindrucksvollen, mit Gedichten berühmter Autoren bemalten Seidentücher wird sie im „Tyll Eulenspiegel“ feilbieten.

Wenn später einmal das von der Nettersheimer Gemeindeverwaltung geplante neue Literaturhaus an der Steinfelder Straße errichtet ist, wird auch Brand einen Platz darin finden. Das hat ihr Bürgermeister Wilfried Pracht versprochen. Zuvor hofft sie aber vor allem, in Nettersheim auf größere Resonanz zu stoßen, als es in Groß-Vernich bei Weilerswist der Fall war. Ihr Versuch sich dort mit ihrem „Tyll Eulenspiegel“-Laden zu etablieren, scheiterte an „dem völligen Desinteresse der Leute dort“, wie Brand kopfschüttelnd berichtete.

Ihr Umzug nach Marmagen, wo sie seit kurzem mit ihren Kindern wohnt, war demnach konsequent. Denn in der Eifel und besonders in Nettersheim, so meint die Idealistin, werde sehr viel Wert auf Kulturarbeit gelegt. Brand: „Vom Gefühl her passt das hier.“

Zur Eröffnung des Kinderbuchladens am Samstag um 11 Uhr wird Bürgermeister Pracht eine Begrüßungsrede halten. Anschließend lesen Autoren aus ihren Werken. „Wer möchte, kann selbstverständlich auch als Kinderbuch- oder Märchenfigur verkleidet zur Eröffnung erscheinen“, regt Brigitta Brand an. Am Sonntag ab 13.30 Uhr haben dann die Märchenerzähler das Wort.











http://www.ksta.de/html/artikel/1256137000456.shtml

Kölner Stadtanzeiger



Samstag, 25. Oktober 2008


Lesung
Lamprechts Stimme fesselte die Zuhörer

Von Evelyn Breuer,
Der Schauspieler las in Groß-Vernich aus seinem Buch „Und wehmütig bin ich immer noch“. Die biografischen Schilderungen konzentrierten sich auf die Kinder- und Jugendjahre des Künstlers in Berlin.


Weilerswist-Groß-Vernich - Stockdunkel und mucksmäuschenstill war es am Sonntagabend in der Aula der Johann-Hugo-von-Orsbeck-Schule. Einzig eine kleine Lampe beleuchtete den Schreibtisch auf der kleinen Bühne. Günter Lamprecht, Schauspieler und nun auch Schriftsteller, las aus seiner Biografie „Und wehmütig bin ich immer noch“. Sein erstes Buch ist vor sechs Jahren erschienen und gewährt detaillierte Einblicke in Lamprechts Kinder- und Jugendjahre in Berlin. Dass der Vater ein Anhänger des Nationalsozialismus war, außerdem trank und die eigene Frau schlug, darunter litt Günter Lamprecht als Kind sehr, wie er in seinem Buch ausführt.

Der bekannte Schauspieler („Berlin Alexanderplatz“) traf in Vernich auf ein aufmerksames Publikum, das 90 Minuten lang reglos auf den harten Holzstühlen ausharrte und hoch konzentriert dem Vortrag lauschte. Die bedrückenden und gleichzeitig spannenden Erlebnisse während der Kriegszeit, die einen großen Teil von Lamprechts Biografie ausmachen, teilt er schließlich mit den meisten seiner Zeitgenossen.

Es ist vor allem Günter Lamprechts Stimme, die das Publikum in ihren Bann zieht. Die Ausstrahlung des erfahrenen Mimen und seine Art, Worten und Sätzen Tiefe zu verleihen, sind es, die Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen lassen. Nur das gelegentliche Weiterblättern zu neuen Kapiteln, damit der Bogen bis zu den letzten Seiten des Buchs geschlagen werden konnte, unterbrach die Konzentration der Anwesenden. Die dunkle Stimme des 78-jährigen Schauspielers verriet dabei keine Altersspuren. Er gönnte sich während der gesamten Lesung weder eine Pause noch einen Schluck Wasser. Sein Buch „Und wehmütig bin ich immer noch“ endet mit dem Beginn seiner schauspielerischen Laufbahn an der Max-Reinhardt-Schule unter Else Bongers. Lamprecht war damals Anfang 20 und hatte bereits eine Ausbildung als Orthopädiehandwerker absolviert.

Eine Lesung der Fortsetzung seiner Biografie, die 2007 unter dem Titel „Ein höllisches Ding, das Leben“ erschienen ist und unter anderem den 1999 in Bad Reichenhall auf ihn und seine Lebensgefährtin Claudia Amm verübten Anschlag beleuchtet, versprach der Schauspieler dem begeisterten Publikum für einen späteren Termin.

Veranstalterin Brigitta Brand vom Buchantiquariat „Tyll Eulenspiegel“ war am Sonntagabend vor Freude ganz aus dem Häuschen, nachdem sich die Schulaula mehr und mehr füllte. „Der Kartenvorverkauf war schleppend. Ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, dass so viele Leute kommen,“ sagte die Vernicher Antiquarin, die es als Höhepunkt ihrer noch frischen Laufbahn an sieht, dass sie Günter Lamprecht für diese Lesung gewinnen konnte.

Der in Rösberg bei Bornheim lebende Künstler engagiert sich seit vielen Jahren in ehrenamtlichen und sozial-caritativen Projekten. Hierzu gehört unter anderem das Internationale Friedensdorf in Oberhausen, aber auch Schulen unterstützt Lamprecht durch Lesungen.









Spannende Indianergeschichten im Tipi

Von Evelyn Breuer, 25.08.08, 16:14h
Das Buchantiquariat „Tyll Eulenspiegel“ lud zum Kinderbuch fest ein. Auch Bürgermeister Fuß las vor. Kinderschminken, Kalligraphie-Vorführungen und eine Schatzsuche sorgten ebenfalls für Abwechslung.



Weilerswst-Groß-Vernich - Das Leseerlebnis im Indianer-Tipi ließen sich die Kinder am Samstagnachmittag nicht entgehen. Zu gemütlich war es in dem mit Tierfellen, Teppichen und Trommeln ausgestatteten Zelt im hintersten Teil des Gartens. Brigitta Brandt vom „Tyll Eulenspiegel“-Kinderbuchantiquariat an der Trierer Straße hatte zum Kinderbuchfest eingeladen und dafür nicht nur ihren Laden, sondern auch den Garten geöffnet. Dieser, aber auch alle Räume des Hauses und die Einfahrt, waren bevölkert mit großen und kleinen Gästen. Zeitweise herrschte in den Zimmern des alten Hauses ein regelrechtes Getümmel, denn in jeder Ecke gab es etwas anderes zu hören und zu sehen.

Im Tipi zum Beispiel las der aus Belgien stammende Marc Vandamme (58) aus dem Kinderbuch „Der kleine Indianer“. Seit seiner Kinderzeit fühlt sich der Gartenbauarchitekt der indianischen Lebensweise verbunden und fährt mit seinem Tipi sogar in den Urlaub. Wer sich nicht für Indianergeschichten interessierte, konnte mit Autor Rainer Meerkamp über „Die Kunst, den Bananenschalen des Lebens aus dem Weg zu gehen“ diskutieren. Erika Hemmersbach hatte es dagegen mit Mühlenkobolden, und Anette Dewitz präsentierte zu Ihrem Buch „Als die kleine Giraffe ihre Punkte verlor“ eine Leinwand-Bilderschau. Zu den Vorlesenden gehörten auch Elke Andersen aus Bad Münstereifel, Ilse Mohr aus Alfter und der Weilerswister Bürgermeister Armin Fuß. Im gemütlichen Kaminzimmer las er Passagen aus dem Klassiker „Till Eulenspiegel“ vor.

Kinderschminken, Keramik, Kalligraphie-Vorführungen und eine Schatzsuche sorgten außerdem bei den kleinen Gästen für reges Interesse, während die Eltern in aller Ruhe im großen Bücherfundus von Brigitta Brandt stöbern konnten. Musikalisch wurde der Tag mit Beiträgen junger Künstler aus den Musikschule Weilerswist und dem Kindergarten Kirchweg untermalt.



Musikschule Erf-Swist e.V.
 Continuo - Unsere Musikschule in Wort und Bild:
19.6.2008 Junger musikalischer Besuch bei „Tyll Eulenspiegel“ (Trierer Str. 43)

Am Donnerstagmorgen, dem letzten Kursunterricht vor den Sommerferien, begab sich die „Musikalische Früherziehung“ mit Kindern und Eltern auf eine kleine Exkursion. Es war nicht weit, nur ungefähr 40 Hausnummern entfernt, auf der anderen Straßenseite zu Brigitta Brand in ihrem Kinderbuch-Antiquariat.
Ausgerüstet mit einigen Instrumenten belegten die kleinen Musikanten mit ihren Eltern, Geschwisterkindern und der Kursleiterin den gemütlichen Kaminraum (ohne Kaminfeuer versteht sich), lauschten der Erzählung über das ganz besondere „Schaf Charlotte“ und beschauten sich die Bilder des großformatigen Buches (von Anu Stohner und Henrike Wilson).
Danach wurde mit unterschiedlichen Instrumenten und ihren Klängen experimentiert, um jeweils das Passende für ein „wolliges Schaf“, „zackige Felsen“, „schnell vorbeifahrende Autos“ oder „Wildwasser“ zu finden und anschließend als kleine Klanggeschichte aufzuführen.
Vielen Dank an die Erzählerin und zugleich Gastgeberin!





VON PATRIK REINARTZ, 28.05.08, 19:23h, AKTUALISIERT 30.05.08, 18:09h
Weilerswist - Buchhändlerin Brigtta Brand sucht für jede ihrer Lesungen einen ganz besonderen Ort aus. Und welches Ambiente wäre für das Grimmsche Märchen "Rapunzel" besser geeignet als ein Frisörsalon?


WeilerswistWeilerswist - Die Idee zu der Veranstaltungsreihe ist originell: Buchhändlerin Brigitta Brand, die in Groß-Vernich das Kinderbuch-Antiquariat „Tyll Eulenspiegel“ betreibt, richtet im Dorf Lesungen an ungewöhnlichen Orten aus. Die Texte, die vorgetragen werden, stehen dabei immer in thematischem Zusammenhang mit dem Veranstaltungsort.

Den Auftakt markierte Anfang Mai eine Lesung in der Glaswerkstatt von Ursula Nowak. Dort wurden poetische Texte und Märchen rund ums Thema Glas rezitiert. Jetzt waren „haarige Geschichten“ zu hören - im Friseursalon von Theo Thater an der Trierer Straße.

Die 14-jährige Schülerin Johanna Noltmann las dort aus dem Buch „Das Geschenk der Weisen“ von O. Henry. Unter diesem Pseudonym hat der US-amerikanische Schriftsteller William Sydney Portner gearbeitet. Das „Geschenk der Weisen“ ist eine weihnachtliche Geschichte, die in New York um 1900 spielt. Della und Jim, jung verheiratet, wollen sich gerne gegenseitig ein Geschenk machen, haben aber kein Geld. Heimlich trennen sich beide von ihrem liebsten Besitz, um ein Präsent erwerben zu können.

Dann wird die Sache „haarig“: Della entschließt sich dazu, ihre langen Haare abschneiden zu lassen und sie zu verkaufen. Für Jim ersteht sie eine hübsche Kette für seine uralte Taschenuhr aus Familienbesitz. Als es zum Geschenketausch kommt, ist das Staunen groß: Der Ehemann hat die Taschenuhr verkauft, um seine Frau mit Kämmen für ihr wunderschönes Haar zu überraschen.

Als zweiten Text hatte Brigitta Brand eigentlich eine Story von Edgar Allen Poe ausgesucht: „Das Fass Amontillado.“ „Die Geschichte ist so gruselig, dass einem die Haare zu Berge stehen“, erklärte die Antiquarin. Jüngster Gast der Lesung war aber die sechsjährige Charlotta. Deswegen verzichtete man dann doch darauf, die haarsträubende Gruselgeschichte vorzutragen. Brigitta Brand entschied sich für einen „haarigen Klassiker“ als Alternative: Sie las das Märchen „Rapunzel“ aus der Sammlung der Brüder Grimm.

Die Veranstaltungsreihe geht schon am Freitag, 30. Mai, 20 Uhr, in der Fahrschule Kees (Hermann-Löns-Straße 2) weiter. Unter dem Motto „Hier geht's rund!“ sind dort Geschichten rund ums Auto zu hören. Mit von der Partie ist Pfarrer Michael Eschweiler. Er wird kölsche Kriminalgeschichten vortragen.

Unter dem Titel „Schmunzeln ist steuerfrei“ stellt Autorin Grete Scheida am Freitag, 6. Juni, Lyrik und Kurzprosa vor. Beginn ist um 20 Uhr im Kinderbuch-Antiquariat (Trierer Straße 43). Abgerundet wird die Reihe mit einer Veranstaltung im Fingernagel-Studio von Viola Zwanziger (Im Wiesengrund 1a). Am Freitag, 13. Juni, sind dort ab 20 Uhr „Geschichten von kratzbürstigen Frauen“ zu hören.

Auch außerhalb der Veranstaltungsreihe bietet Brigitta Brand regelmäßig Lesungen an. Heute trägt Inken Weinand von 16 Uhr an im Antiquariat aus ihrem Buch „Jenny, ein Dieb auf leisen Pfoten“ vor. Die Lesung richtet sich an Kinder ab acht Jahren, der Eintritt ist frei.

www.tyll-eulenspiegel.de




 Kölner Stadtanzeiger

2000 alte Kinderbücher stehen zum Verkauf
(VON PATRIK REINARTZ, 29.11.07, 17:20h)

Brigitta Brand präsentiert in ihrem Antiquariat rund 2000 alte Kinderbücher. „Tyll Eulenspiegel” ist der Namensgeber für den Laden.

Weilerswist-Groß-Vernich - Dass Brigitta Brand eine Idealistin ist, merkt man ihr an. „Die meisten Bücher habe ich selbst ausgesucht. Dabei überlege ich, welche Leute sich darüber freuen könnten.“ Besonders zufrieden ist die 46-Jährige, wenn sie andere Menschen glücklich machen kann - etwa dann, wenn Kunden bei ihr ein altes Buch finden, das ihnen in der Kindheit besonders viel bedeutet hat. Deswegen fällt es ihr auch schwer, von einer „Geschäftsidee“ zu sprechen, wenn sie von ihrem neuen Laden in Groß-Vernich erzählt: Am Samstag eröffnet sie in einem alten Fachwerkhaus an der Trierer Straße 43 ihr Kinder- und Jugendbuchantiquariat „Tyll Eulenspiegel“.

„Mir ist es wichtig, die Atmosphäre in dem alten Fachwerkbau zu erhalten“, berichtet Brigitta Brand. Die Bücher, die sie in ihrem Antiquariat präsentiert, passen perfekt ins Ambiente. Die ältesten Exemplare - von „Grimms Märchen“ über Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ bis hin zum „Kleinen Lord“ - stammen aus den 1930er Jahren. 2000 antiquarische Kinderbücher findet man in den Regalen und in einem großen Schrank mit Klappfächern, der zum ausgiebigen Stöbern einlädt. „Meine komplette Sammlung ist aber noch viel größer, sie umfasst etwa 6000 bis 7000 Bücher“, berichtet Brigitta Brand.

Kinderbuch-Klassiker von Astrid Lindgren oder Enid Blyton finden sich in den Beständen der gelernten Buchhändlerin ebenso wie kleine Preziosen unbekannter Autoren. Wie es in einem Antiquariat üblich ist, gesellen sich preisgünstige gebrauchte Bücher zu gesuchten Sammlerstücken. Die teuersten Exemplare kosten 30 bis 40 Euro, der „Normalpreis“ für ein Buch liegt bei fünf bis sechs Euro.

Umfangreich ist nicht nur die Märchenbuch-Abteilung. Auch Kinderbücher aus der DDR nehmen mehrere Regalböden ein. „Die Bücher sind inhaltlich toll, viele vermitteln umfangreiches geschichtliches Wissen“, weiß die Expertin zu berichten. Ideologisch geprägt seien die DDR-Kinderbücher nur selten.

Sachbücher für Kinder, alte Schulbücher und Pixi-Heftchen findet man bei Brigitta Brand ebenfalls. Sie verkauft auch altes Spielzeug und andere Artikel, die meist in irgendeiner Form mit Büchern zu tun haben. Für Erwachsene hat sie auch etwas im Angebot: hauptsächlich Bücher zu regionalen Themen sowie zu Kunst und Musik.

Seltene Geschäftsidee

Die Bücher bezieht Brigitta Brand aus unterschiedlichen Quellen: Vieles entdeckt sie auf Flohmärkten, zuweilen wird sie auch in Buchhandlungen fündig: „Das sind dann manchmal Exemplare, die 20 Jahre lang im Regal standen und niemand haben wollte“, berichtet sie. Eher selten kauft sie ganze Bestände auf. Und auch im hoch gelobten Internet-Handel wird sie nicht besonders oft fündig: „Es ist einfach zu teuer, die Bücher bei Ebay zu kaufen.“

Die Vernicher Neubürgerin betrieb zuvor ein Antiquariat in den Räumen eines alten Bauernhofs in Bornheim-Rösberg. Die Aussichten, in dörflicher Umgebung mit ihrer Idee bei den Kunden anzukommen, schätzt sie nicht gering ein: „Ein Kinderbuchantiquariat ist so selten, dass es beinahe schon egal ist, wo man sich niederlässt.“

Bleibt nur die Frage: Warum „Tyll Eulenspiegel“ mit „y“? „In den ersten Büchern aus dem 16. Jahrhundert hieß die Figur wirklich Tyll“, erklärt Brigitta Brand. Daneben hat der ungewöhnliche Name aber auch einen ganz praktischen Grund: „Die Internetadresse »Till Eulenspiegel« war nicht mehr frei.“

WDR 3 Radio "Resonanzen", 18.3.2008

Eine Frage des Idealismus?
Antiquariat für alte Kinderbücher in Bonn
Von Wolfgang Bender

Die Schnäppchen-Suche im Internet verdrängt immer mehr den persönlichen Weg in ein Geschäft. Aber das Anfassen von Büchern und das Fühlen von bedruckten Papierseiten kann in der virtuellen Welt nicht ersetzt werden. Den Wunsch nach einem haptischen Erlebnis macht sich seit kurzem eine Geschäftsfrau in Weilerswist zunutze. Im vergangenen November hat sie dort ein Kinderbuchantiquariat eröffnet. Kommen Kinder in Zeiten des Internets noch Bücher kaufen? Hat die Frau zu viel Idealismus? Wolfgang Bender war für die "Resonanzen" vor Ort.


( bitte auch unter "Aktuell" lesen!)